Ganz persönliche Abschiedsrituale
Fabian Wroblowski • 23. Dezember 2025
Trost finden und Erinnerungen lebendig halten

Individuelle Abschieds- und Trauerrituale bieten die Möglichkeit, auf liebevolle Weise eine bleibende Verbindung zu einem verstorbenen Menschen zu schaffen. Unsere Erfahrung zeigt: Solche Rituale können auch lange nach der Beisetzung Trost spenden und zu wertvollen Erinnerungen werden.
Wir begleiten Dich gerne dabei, Deine ganz eigenen Rituale zu entdecken. Dabei stehen stets Du und der geliebte Mensch im Mittelpunkt – Deine Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Zur Inspiration möchten wir Dir einige Rituale vorstellen. Manche lassen sich in die Trauerfeier integrieren, andere können Dir in der Zeit der Trauer und darüber hinaus Kraft und Halt geben.
Vielleicht sind folgende Ideen hilfreich für Dich:
Sarg oder Urne individuell gestalten
Durch Bemalen, Beschriften oder Verzieren von Sarg oder Urne entsteht ein ganz persönlicher Abschied. Besonders für Kinder kann dies helfen, Berührungsängste abzubauen. Die entstandenen Kunstwerke bringen oft ein Lächeln in die Trauerandacht.
Erinnerungsstücke gestalten
Ob Gedenktafel, Fotobuch oder Collage – mit Bildern, Gedichten oder Zitaten können Sie schöne Momente festhalten. Auf Wunsch können diese Erinnerungsstücke auch mit ins Grab gegeben werden.
Kleine Holzfiguren bemalen
Herzen, Sterne oder Engel lassen sich liebevoll gestalten und während der Trauerfeier an Sarg oder Urne anbringen.
Kerzenrituale und Lichtzeichen
Eine Kerze an einem festen Ort zu Hause regelmäßig zu entzünden, kann ein tröstliches Zeichen der Verbundenheit sein. Auch in der Trauerfeier lässt sich ein Kerzenritual stimmungsvoll integrieren.
Eine Erinnerungskiste befüllen
Sammeln Sie persönliche Gegenstände, Briefe, Fotos oder kleine Andenken in einer Schatzkiste – ein Ort, an dem Erinnerungen greifbar bleiben.
Ein Baum oder eine Blume als lebendiges Andenken
Das Pflanzen eines Baumes oder einer besonderen Blume kann ein kraftvolles Symbol für das Weiterleben und die bleibende Verbindung sein.
Geliebte Traditionen weiterführen
Ob ein Lieblingsgericht, ein vertrauter Spaziergang oder ein besonderer Feiertag – das Fortführen gemeinsamer Rituale kann Nähe schaffen.
Kreativer Ausdruck durch Schreiben oder Malen
Ein Gedicht, ein Lied, eine Geschichte oder ein Bild – kreative Wege helfen, Gefühle auszudrücken und Erinnerungen zu bewahren.
Leidenschaften würdigen
Ehren Sie das, was dem verstorbenen Menschen wichtig war: durch eine Spende, die Teilnahme an einem Benefizlauf oder den Besuch einer Herzensveranstaltung.
Bewusstes Erinnern
Nehmen Sie sich Zeit, um innezuhalten und an gemeinsame Momente zu denken – vielleicht an einem vertrauten Ort oder bei einem stillen Ritual.
Ein Trosttier aus Kleidung nähen
Aus einem Kleidungsstück des geliebten Menschen lässt sich ein Kuscheltier gestalten – ein greifbarer Trostspender, der Nähe schenkt.
Luftballons steigen lassen
Dieses symbolische Ritual kann das Loslassen und die Verbindung zwischen Himmel und Erde auf berührende Weise ausdrücken.
Abschiedsrituale sind so individuell wie die Menschen selbst. Sie spiegeln persönliche Vorlieben, kulturelle Hintergründe und familiäre Traditionen wider. Wir achten Deine Wünsche und schaffen Raum, damit Du Deinen ganz eigenen Weg des Erinnerns und Abschiednehmens gestalten kannst.
Es grüßt herzlichst,
Euer Fabian

Der Beginn eines neuen Jahres fühlt sich oft an wie das Öffnen einer frischen neuen Seite in einem ganzen LEBENSBUCH. 2026 liegt vor uns wie ein unbeschriebenes Blatt, voller Möglichkeiten, voller Wege, die wir noch nicht kennen. Und doch tragen wir in uns all das, was hinter uns liegt: Erinnerungen, Erfahrungen, Menschen, die uns geprägt haben. Erinnerungen können uns manchmal schwer werden, aber sie können auch zu einem Schatz werden. Sie zeigen uns, dass wir schon durch vieles hindurchgegangen sind, dass wir getragen wurden, dass wir gewachsen sind. Sie erinnern uns daran, dass die MACHT ÜBER UNS - welchen Namen wir ihr auch immer geben - in den vergangenen Jahren an unserer Seite war — oft leise, manchmal überraschend, immer treu - und auch im nächsten Jahr wird sie bei uns sein. Diese Zusage gilt auch heute. Hoffnung bedeutet nicht, dass alles leicht wird. Hoffnung bedeutet, dass wir nicht allein gehen. Dass das Licht schon im Morgen auf uns wartet. Dass es Wege öffnet, wo wir keine sehen. Dass es aus unseren Erinnerungen Kraft wachsen lässt und aus unseren Sorgen Frieden. Vielleicht nimmst Du in dieses Jahr 2026 Wünsche mit, vielleicht auch Fragen oder Unsicherheiten. Doch du darfst wissen: Jeder neue Tag ist ein Geschenk. Jeder Schritt kann ein Schritt in die Hoffnung sein. Und jeder Moment kann ein Ort werden, an dem wir begleitet werden und wir anderen begegnen. Möge dieses Jahr ein Jahr werden, in dem deine Erinnerungen dich stärken, deine Hoffnung dich trägt und das Licht in dir stärker leuchten wird. Ganz liebe Grüße sendet EUCH, Fabian

Zwischen den Stämmen des Waldes wanderte der Sonnenschein. Er legte sich auf das Gras, funkelte im Tropfen eines Baches, ließ die Farben lebendig werden. Sein Licht war wie ein Versprechen, ein goldenes Lied, das von Wärme und Weite erzählte. Der Schatten folgte ihm, still und beharrlich. Er füllte die Zwischenräume, legte kühle Hände auf den Boden, schuf ein Dach aus Ruhe, wo selbst das Flüstern der Blätter leiser wurde. „Ich schenke Leben“, sprach der Sonnenschein, „denn ohne mich bliebe der Wald grau und schweigend.“ „Und ich schenke Schutz“, antwortete der Schatten, „denn ohne mich verbrannten die Wurzeln, und die Tiere fänden kein Versteck.“ So gingen sie nebeneinander, manchmal im Widerstreit. Wenn der Sonnenschein stärker wurde, zog sich der Schatten zurück. Wenn der Schatten wuchs, musste das Licht sich neu behaupten. Und doch, im Spiel ihrer Bewegung, entstand ein Teppich aus Mustern, der den Boden zum Atmen brachte. Der Sonnenschein sprach: „Man lobt mich für mein Strahlen, doch manchmal erdrückt mein Glanz. Er blendet die Augen, er lässt nichts Verborgenes mehr bestehen.“ Der Schatten erwiderte: „Man fürchtet mich für mein Dunkel, doch gerade in mir wächst das Verborgene. Samen keimen in meiner Stille, Tiere finden Frieden in meinen Räumen.“ Ein Windhauch ging durch die Bäume, und in seinem Rascheln hörten beide, dass keiner von ihnen allein genügte. Der Sonnenschein wurde sichtbar, weil der Schatten ihn rahmte. Der Schatten wurde spürbar, weil das Licht ihn zeichnete. Sie hielten inne, und der Wald atmete mit ihnen. Nicht das eine gegen das andere, sondern ein Wechsel, ein Puls, ein Herzschlag aus Helligkeit und Dunkelheit. Im Zusammenspiel formte sich Ganzheit: Die Glut und die Kühle, das Offene und das Verborgene, das Strahlende und das Tragende. Kein Teil war zu viel, kein Teil war überflüssig. So blieben Sonnenschein und Schatten einander verflochten wie Stimmen eines Liedes, das den Wald erfüllt. Ein Lied aus Gegensätzen, aus Spannung und Ruhe, aus Glanz und Tiefe. Und der Wald selbst, mit all seinen Bäumen, Pfaden und Quellen, war nicht entweder Licht oder Dunkel – sondern beides zugleich. Vollständig in seiner Vielgestalt, lebendig in jedem Atemzug, getragen von Sonnenschein und Schatten. Ein Gastbeitrag von Maja

Als Familiäres Bestattungshaus bieten wir trauernden Angehörigen immer wieder Wochenend-Reisen ans Meer an. Oft werde ich nach dem ‚Warum?‘ und ‚Wofür‘ gefragt. In diesem Beitrag möchte darauf mal näher eingehen. Eines vorweg: Wohl jeder, der ein solches Wochenende mit uns erleben durfte, wird dies wie folgt beschreibe

Es gibt Momente, in denen Menschen spüren: Da ist etwas Größeres. Etwas, das trägt, wenn alles wankt. Etwas, das liebt, ohne Bedingungen. Dieses Gefühl nennen viele „Glauben“. Und doch wird es oft verwechselt mit „Kirche“. Dabei sind Glaube und Kirche zwei Paar Schuhe – und das ist völlig in Ordnung.







