Sterbefall: Erst einmal Ruhe bewahren
Fabian Wroblowski • 15. Februar 2026
Nichts muss sofort: Hört auf Euer Herz und Euer Bauchgefühl

Wenn ein lieber Mensch verstorben ist dann ist es gut In diesen Stunden Ruhe und Orientierung zu bekommen. Es muss nichts sofort entschieden werden. Entscheidungen dürfen in Ruhe reifen und können später getroffen werden - vielleicht möchtest Du dich einfach erst einmal orientieren, welche Möglichkeiten es gibt, vielleicht möchtest Du mit dem einen oder anderen sprechen, vielleicht brauchst Du und Deine Familie einfach erstmal etwas schlaf...
Nimm Dir Zeit zum Sammeln. Du musst nicht alles an einem Tag regeln. Es ist erlaubt, erst einmal bei Familie und Freundinnen und Freunden zu sein, zu trauern und Kraft zu schöpfen.
Wenn der Todesfall zu Hause eintritt: Schreibe die genaue Uhrzeit auf und informiere anschließend den Arzt. Das ist ein einfacher, hilfreicher Schritt, der vieles ordnet und auch dem Arzt später hilft.
Lass' Dich von nichts und niemandem unter Druck setzen
Es ist wichtig, den Arzt zeitnah zu informieren - so hat er Zeit sich auch vorzubereiten.
Wichtig bei Entscheidungen zu Bestatter oder Abschied: Lass dich nicht unter Druck setzen. Weder im Pflegeheim noch im Krankenhaus muss sofort eine Wahl getroffen werden. Es gibt genügend Zeit, Angebote und Leistungen zu vergleichen und eine Entscheidung zu treffen, die sich richtig anfühlt - es gibt soviele Unterschiede bei Bestattern. Es gibt nicht den richtigen Bestatter und schon gar nicht solltest Du dich Titel orientieren. Ruf an, vereinbare ein Gesprächstermin - stelle Deine Fragen und schau ob es zwischenmenschlich wirklich passt. Es ist nicht schlimm zu schauen wer Dich begleiten kann - Dein Herz und Dein Bauch müssen ein gutes Gefühl haben. Es gibt schon große Unterschiede zwischen den Bestattern und diese zu erkennen bedarf Zeit.
Ich finde, es wichtig genügend Zeit zu haben und nicht gedrängt zu werden auf Unterschriften - Zeit ist in allen Fällen immer da - diese Zeit muss man Dir und Deinen Angehörigen nur schenken.
Rechtlicher Hinweis: In Deutschland darf ein Verstorbener in der Regel bis zu 36 Stunden zu Hause verbleiben, sofern keine meldepflichtige oder übertragbare Erkrankung vorliegt. Diese Zeit kann Angehörigen helfen, in Ruhe Abschied zu nehmen und Dinge zu regeln.
Um Zeit bitten ist erlaubt
Es ist normal, dass von außen Hektik entsteht. Du darfst den Druck herausnehmen. Freundliche Grenzen setzen und um Zeit bitten ist erlaubt und oft hilfreich.
Zum Schluss: Atme tief durch. Du bist nicht allein. Es ist in Ordnung, langsam vorzugehen, Unterstützung anzunehmen und Entscheidungen dann zu treffen, wenn du bereit bist.
Es grüßt
Fabian

Der Beginn eines neuen Jahres fühlt sich oft an wie das Öffnen einer frischen neuen Seite in einem ganzen LEBENSBUCH. 2026 liegt vor uns wie ein unbeschriebenes Blatt, voller Möglichkeiten, voller Wege, die wir noch nicht kennen. Und doch tragen wir in uns all das, was hinter uns liegt: Erinnerungen, Erfahrungen, Menschen, die uns geprägt haben. Erinnerungen können uns manchmal schwer werden, aber sie können auch zu einem Schatz werden. Sie zeigen uns, dass wir schon durch vieles hindurchgegangen sind, dass wir getragen wurden, dass wir gewachsen sind. Sie erinnern uns daran, dass die MACHT ÜBER UNS - welchen Namen wir ihr auch immer geben - in den vergangenen Jahren an unserer Seite war — oft leise, manchmal überraschend, immer treu - und auch im nächsten Jahr wird sie bei uns sein. Diese Zusage gilt auch heute. Hoffnung bedeutet nicht, dass alles leicht wird. Hoffnung bedeutet, dass wir nicht allein gehen. Dass das Licht schon im Morgen auf uns wartet. Dass es Wege öffnet, wo wir keine sehen. Dass es aus unseren Erinnerungen Kraft wachsen lässt und aus unseren Sorgen Frieden. Vielleicht nimmst Du in dieses Jahr 2026 Wünsche mit, vielleicht auch Fragen oder Unsicherheiten. Doch du darfst wissen: Jeder neue Tag ist ein Geschenk. Jeder Schritt kann ein Schritt in die Hoffnung sein. Und jeder Moment kann ein Ort werden, an dem wir begleitet werden und wir anderen begegnen. Möge dieses Jahr ein Jahr werden, in dem deine Erinnerungen dich stärken, deine Hoffnung dich trägt und das Licht in dir stärker leuchten wird. Ganz liebe Grüße sendet EUCH, Fabian

Zwischen den Stämmen des Waldes wanderte der Sonnenschein. Er legte sich auf das Gras, funkelte im Tropfen eines Baches, ließ die Farben lebendig werden. Sein Licht war wie ein Versprechen, ein goldenes Lied, das von Wärme und Weite erzählte. Der Schatten folgte ihm, still und beharrlich. Er füllte die Zwischenräume, legte kühle Hände auf den Boden, schuf ein Dach aus Ruhe, wo selbst das Flüstern der Blätter leiser wurde. „Ich schenke Leben“, sprach der Sonnenschein, „denn ohne mich bliebe der Wald grau und schweigend.“ „Und ich schenke Schutz“, antwortete der Schatten, „denn ohne mich verbrannten die Wurzeln, und die Tiere fänden kein Versteck.“ So gingen sie nebeneinander, manchmal im Widerstreit. Wenn der Sonnenschein stärker wurde, zog sich der Schatten zurück. Wenn der Schatten wuchs, musste das Licht sich neu behaupten. Und doch, im Spiel ihrer Bewegung, entstand ein Teppich aus Mustern, der den Boden zum Atmen brachte. Der Sonnenschein sprach: „Man lobt mich für mein Strahlen, doch manchmal erdrückt mein Glanz. Er blendet die Augen, er lässt nichts Verborgenes mehr bestehen.“ Der Schatten erwiderte: „Man fürchtet mich für mein Dunkel, doch gerade in mir wächst das Verborgene. Samen keimen in meiner Stille, Tiere finden Frieden in meinen Räumen.“ Ein Windhauch ging durch die Bäume, und in seinem Rascheln hörten beide, dass keiner von ihnen allein genügte. Der Sonnenschein wurde sichtbar, weil der Schatten ihn rahmte. Der Schatten wurde spürbar, weil das Licht ihn zeichnete. Sie hielten inne, und der Wald atmete mit ihnen. Nicht das eine gegen das andere, sondern ein Wechsel, ein Puls, ein Herzschlag aus Helligkeit und Dunkelheit. Im Zusammenspiel formte sich Ganzheit: Die Glut und die Kühle, das Offene und das Verborgene, das Strahlende und das Tragende. Kein Teil war zu viel, kein Teil war überflüssig. So blieben Sonnenschein und Schatten einander verflochten wie Stimmen eines Liedes, das den Wald erfüllt. Ein Lied aus Gegensätzen, aus Spannung und Ruhe, aus Glanz und Tiefe. Und der Wald selbst, mit all seinen Bäumen, Pfaden und Quellen, war nicht entweder Licht oder Dunkel – sondern beides zugleich. Vollständig in seiner Vielgestalt, lebendig in jedem Atemzug, getragen von Sonnenschein und Schatten. Ein Gastbeitrag von Maja

Als Familiäres Bestattungshaus bieten wir trauernden Angehörigen immer wieder Wochenend-Reisen ans Meer an. Oft werde ich nach dem ‚Warum?‘ und ‚Wofür‘ gefragt. In diesem Beitrag möchte darauf mal näher eingehen. Eines vorweg: Wohl jeder, der ein solches Wochenende mit uns erleben durfte, wird dies wie folgt beschreibe

Es gibt Momente, in denen Menschen spüren: Da ist etwas Größeres. Etwas, das trägt, wenn alles wankt. Etwas, das liebt, ohne Bedingungen. Dieses Gefühl nennen viele „Glauben“. Und doch wird es oft verwechselt mit „Kirche“. Dabei sind Glaube und Kirche zwei Paar Schuhe – und das ist völlig in Ordnung.







