Nachhaltigkeit im Abschied

Fabian Wroblowski • 7. Mai 2025

Nachhaltigkeit auch für Angehörige ein wachsender Bedürfnis

In vielen Trauergesprächen werde ich mittlerweile nach umweltfreundlichen Särgen, Urnen und anderen Aspekten grüner Bestattungen gefragt – und das mit gutem Grund! Wir haben nur diese eine Erde, und auch am Ende des Lebens können wir unseren Beitrag zum Schutz unseres Planeten leisten. 

Grüne Bestattungen sind längst mehr als ein Trend. Sie sind Ausdruck eines verantwortungsbewussten, achtsamen Umgangs mit Natur und Mitmenschen.

1. Nachhaltigkeit beginnt bei den Lieferketten

Kurze Wege, große Wirkung
Ein oft übersehener Aspekt bei nachhaltigen Bestattungen sind Lieferketten und Transportwege. Viele Särge werden günstig im Ausland produziert – doch zu welchem Preis für Umwelt und Arbeitsbedingungen? Wer wirklich nachhaltig handeln will, sollte beim Bestatter gezielt nach regionalen Alternativen fragen.

Regionale Produkte und echte Transparenz
Bei uns kommen z. B. Decken und Kissen für Einäscherungen aus einer kleinen Näherei in Rhede – 100 % ökologisch und mit sehr kurzen Transportwegen. So etwas macht einen Unterschied! Nachhaltigkeit heißt eben auch, Verantwortung für die Herkunft und Herstellung der Produkte zu übernehmen – mit Blick auf ökologische Standards und soziale Bedingungen in der Produktion.

2. Grüne Bestattungen stärken die lokale Wirtschaft

Arbeitsplätze erhalten – statt Billigimporte fördern
Nachhaltige Bestattungen bieten eine große Chance für Handwerksbetriebe in der Region. Wer auf biologisch abbaubare Urnen, fair produzierte Särge oder individuell gefertigte Traueraccessoires aus der Nachbarschaft setzt, stärkt die heimische Wirtschaft – und das ganz direkt.

Faire Bedingungen sind Teil der Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit hört nicht bei der CO₂-Bilanz auf. Faire Löhne, ein gutes Miteinander im Betrieb und die Förderung kleiner lokaler Unternehmen sind genauso wichtig. Bei uns gehören kleine Aufmerksamkeiten, ein offenes Ohr für Mitarbeitende und ein menschliches Miteinander einfach dazu.

3. Der ganzheitliche Blick: Ökologisch. Sozial. Wirtschaftlich.

Mehr als nur ein „grüner Sarg“
Wer sich für eine grüne Bestattung entscheidet, schaut nicht nur auf umweltfreundliche Materialien – sondern auf das große Ganze: Wie werden Produkte hergestellt? Wer profitiert davon? Wie können wir gemeinsam Verantwortung tragen?

Kleine Schritte, große Wirkung
Nicht jeder kann alles sofort umstellen – aber jeder kann irgendwo anfangen. Vielleicht mit einem regional produzierten Sarg. Oder einer Urne aus nachwachsenden Rohstoffen. Oder mit der bewussten Wahl eines Bestatters, der auf Transparenz und Fairness achtet.

Fazit: Nachhaltig bestatten heißt, bewusst Abschied nehmen

Nachhaltigkeit beim letzten Weg eines Menschen ist kein Luxus – sondern ein Akt der Achtsamkeit gegenüber Umwelt, Mitmenschen und der eigenen Heimat. Gemeinsam mit meinem Team zeige ich dir gerne, wie du in kleinen Schritten zu einem großen Ganzen beitragen kannst.

Meine Meinung dazu: Grüne Bestattung – weil auch das Ende ein Anfang sein kann.

Herzliche Grüße,
Euer Fabian Wroblowski
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Zwischen den Stämmen des Waldes wanderte der Sonnenschein. Er legte sich auf das Gras, funkelte im Tropfen eines Baches, ließ die Farben lebendig werden. Sein Licht war wie ein Versprechen, ein goldenes Lied, das von Wärme und Weite erzählte. Der Schatten folgte ihm, still und beharrlich. Er füllte die Zwischenräume, legte kühle Hände auf den Boden, schuf ein Dach aus Ruhe, wo selbst das Flüstern der Blätter leiser wurde. „Ich schenke Leben“, sprach der Sonnenschein, „denn ohne mich bliebe der Wald grau und schweigend.“ „Und ich schenke Schutz“, antwortete der Schatten, „denn ohne mich verbrannten die Wurzeln, und die Tiere fänden kein Versteck.“ So gingen sie nebeneinander, manchmal im Widerstreit. Wenn der Sonnenschein stärker wurde, zog sich der Schatten zurück. Wenn der Schatten wuchs, musste das Licht sich neu behaupten. Und doch, im Spiel ihrer Bewegung, entstand ein Teppich aus Mustern, der den Boden zum Atmen brachte. Der Sonnenschein sprach: „Man lobt mich für mein Strahlen, doch manchmal erdrückt mein Glanz. Er blendet die Augen, er lässt nichts Verborgenes mehr bestehen.“ Der Schatten erwiderte: „Man fürchtet mich für mein Dunkel, doch gerade in mir wächst das Verborgene. Samen keimen in meiner Stille, Tiere finden Frieden in meinen Räumen.“ Ein Windhauch ging durch die Bäume, und in seinem Rascheln hörten beide, dass keiner von ihnen allein genügte. Der Sonnenschein wurde sichtbar, weil der Schatten ihn rahmte. Der Schatten wurde spürbar, weil das Licht ihn zeichnete. Sie hielten inne, und der Wald atmete mit ihnen. Nicht das eine gegen das andere, sondern ein Wechsel, ein Puls, ein Herzschlag aus Helligkeit und Dunkelheit. Im Zusammenspiel formte sich Ganzheit: Die Glut und die Kühle, das Offene und das Verborgene, das Strahlende und das Tragende. Kein Teil war zu viel, kein Teil war überflüssig. So blieben Sonnenschein und Schatten einander verflochten wie Stimmen eines Liedes, das den Wald erfüllt. Ein Lied aus Gegensätzen, aus Spannung und Ruhe, aus Glanz und Tiefe. Und der Wald selbst, mit all seinen Bäumen, Pfaden und Quellen, war nicht entweder Licht oder Dunkel – sondern beides zugleich. Vollständig in seiner Vielgestalt, lebendig in jedem Atemzug, getragen von Sonnenschein und Schatten. Ein Gastbeitrag von Maja
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